16. Dezember 1942 " Auschwitz - Erlass "
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Am 16.12.1942 befahl Heinrich Himmler die Deportation sämtlicher noch im Reichsgebiet lebenden Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Mit diesem sog. „Auschwitz-Erlass“ leitete er die Endphase des systematischen, rassistischen Völkermords an den Sinti und Roma ein. Auf Grund dieses Erlasses wurden ab März 1943 Tausende Menschen nach Auschwitz-Birkenau in den von Himmler zynisch „Familienlager“ benannten Abschnitt B II e deportiert. Viele gingen schon nach wenigen Wochen an den schlimmen Lebensbedingungen zu Grunde oder starben unter den Gewalthandlungen der Bewacher.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die letzten 2.900 Sinti und Roma aus diesem Lagerabschnitt im Gas erstickt. Alleine in Auschwitz kamen über 20.000 Sinti und Roma ums Leben.

Der Gedenktag

Seit 1994 wird der 16. Dezember in Deutschland als nationaler Gedenktag der Sinti und Roma begangen. Auch die Stadt Düsseldorf hat sich  dieser Tradition angeschlossen und gedenkt besonders der Sinti, die im Internierungslager am Höherweg waren und die von dort aus deportiert wurden oder die in dem Düsseldorfer Lager ums Leben kamen.