Auschwitzerlass

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Mit dem sog. „Auschwitz-Erlass“ vom 16.12.1942 befahl Heinrich Himmler die Deportation sämtlicher noch im Reichsgebiet lebenden Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Damit leitete er die Endphase des systematischen, rassistischen Völkermords an den Sinti und Roma ein.

 

Der Erlass selbst ist nicht erhalten geblieben, aber Himmler nahm in den Ausführungsbestimmungen (Schnellbrief vom 29. Januar 1943) ausdrücklich darauf Bezug.

 

Die örtlichen Polizeibehörden erhielten dazu Namenslisten, die nach den „Gutachten“ der „rassenbiologischen und bevölkerungspolitischen Forschungsstelle“ von Robert Ritter und seinen Mitarbeitern erstellt worden waren. Den Behörden war aber auch aufgegeben, ihnen bekannte „Zigeuner“ den Transporten zuzuführen. Da sie darin die Gelegenheit sahen, sich aller Sinti oder Roma vor Ort zu entledigen, führten sie in der Regel alle Angehörigen den Deportationen zu, derer sie habhaft werden konnten.

 

Siehe auch Glossar-Eintrag 16. Dez. 1942