Wehrdienstzurückstellung 
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Junge Männer, deren Eltern oder Großeltern rassisch verfolgt waren, können einen Antrag auf unbefristete Zurückstellung vom Wehrdienst stellen.

Die gesetzliche Regelung dazu steht im Wehrpflichtgesetz, § 12 Abs. 4 Satz 1:

Vom Wehrdienst soll ein Wehrpflichtiger auf Antrag zurückgestellt werden, wenn die Heranziehung zum Wehrdienst für ihn wegen persönlicher, insbesondere häuslicher, wirtschaftlicher oder beruflicher Gründe eine besondere Härte bedeuten würde.

Durch einen zusätzlichen Erlass hat das Bundesministerium der Verteidigung bestimmt:

„Wehrpflichtige … deren nächste Angehörige (Großeltern, Eltern, ältere Geschwister) aus rassischen Gründen nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt waren, sind auf Antrag … bis auf weiteres vom Wehrdienst zurückzustellen.“

Sollte das für Sie zutreffen, können Sie den Antrag stellen sobald Sie den Brief „Vorbereitung zur Musterung“ bekommen haben. Dazu können Sie beim Kreiswehrersatzamt anrufen.

Teilen Sie dem Sachbearbeiter mit, dass Sie zurückgestellt werden möchten, weil Sie der Minderheit der Sinti und Roma angehören und Ihre Großeltern bzw. Ihr Großvater oder Ihre Großmutter verfolgt waren und dass Sie sich für den Nachweis an den Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW wenden.

Der Landesverband hilft Ihnen bei der Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen für den Antrag.

Telefon: (0211) 16 17 21

Telefax: (0211) 164 94 00

Email: info@sintiundroma-nrw.de