Wiedergutmachung 
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Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma berät und hilft Sinti und Roma, die den nationalsozialistischen Völkermord überlebt haben, in allen Belangen der Entschädigung für das Unrecht, das sie erlitten haben.

Das betrifft:

 

l        Leistungen nach dem Bundesentschädigungsgesetz (BEG)

l        Härteleistungen nach den Richtlinien der Bundesregierung für die Vergabe von Mitteln an      

     Verfolgte nicht jüdischer Abstammung (Härteregelung des Bundes)

l        Einmalige oder laufende Beihilfe aus dem Härtefonds für NS-Opfer in Nordrhein-Westfalen.

 

Wir können im Rahmen unserer Internet-Seite nicht alle gesetzlichen Wege und Härteregelungen darstellen. Vielmehr möchten wir dazu ermutigen, dass Sie sich bei allen Fragen, die Sie zu Ihren Möglichkeiten und zu Ihren Rechten in der Entschädigung haben, an den Landesverband wenden.

 

Telefon:        (0221) 16 17 21

E-Mail:           info@sintiundroma-nrw.de

 

Da das BEG eine Ausschlussfrist gesetzt hatte (schon zum 31.12.1969), können heutzutage keine Neuanträge mehr nach diesem Gesetz gestellt werden.

Wenn Sie jedoch noch nach dem BEG anerkannt worden sind und Fragen zu Ihren laufenden BEG-Leistungen haben, stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Verfolgte, die bisher noch gar keine Entschädigungsanträge gestellt haben, sind berechtigt, einen Antrag auf die Härteregelung des Bundes zu stellen. Die Zuwendung besteht in der Regel in einer einmaligen Beihilfe in Höhe von 2.250,-- EURO und kann nur ein Mal gewährt werden.

Grundsätzliche Voraussetzungen sind hierfür neben der Darlegung des persönlichen Verfolgungsschicksals und des Nachweises von Gesundheitsschäden:

-          Ständiger Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland

-          Deutsche Staatsangehörigkeit oder Nachweis der deutschen Volkszugehörigkeit

-          Vorliegen einer materiellen Notlage.

In ganz besonderen Ausnahmefällen kann es auch laufende Leistungen geben.

Die Bedingungen dafür sind allerdings sehr eng gehalten.

So muss beispielsweise eine Haft in einem Konzentrationslager vorgelegen haben oder ein Verstecktleben unter menschenunwürdigen Bedingungen von mindestens 2 ½  Jahren mit heute noch bestehenden, schwersten Verfolgungsschäden.

 

Der Landesverband kann mit Ihnen zusammen prüfen, ob Sie eventuell noch Ansprüche auf die Zuwendung nach der Härteregelung des Bundes haben, oder ob alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

 

Der Landesverband hat maßgeblich an der Entwicklung und Ausgestaltung des Härtefonds für NS- Opfer in Nordrhein-Westfalen mitgewirkt.

Als er im Jahr 1993 eingerichtet wurde, waren zunächst nur einmalige Beihilfen möglich.

Mit der Zeit sind jedoch die Richtlinien so erweitert worden, dass bei Vorliegen eines besonders schweren Verfolgungsschicksale auch laufende Beihilfen (in der Regel 256,-- EURO monatlich) möglich sind.

Als besonders schwer gelten vor allem:

l        Haft in einem Konzentrationslager von mehrmonatiger Dauer

l        Haft in einem sonst anerkannten Ghetto oder Lager von mindestens 9 Monaten Dauer

l        Verstecktleben unter menschenunwürdigen Bedingungen von mindestens 12 Monaten Dauer.

 

Grundsätzliche Voraussetzungen für Beihilfe aus dem Härtefonds NRW sind

-          Hauptwohnsitz in Nordrhein-Westfalen seit mindestens 12 Monaten

-          Vorliegen einer Notlage (Bedürftigkeit).

 

Die vollständigen Richtlinien für den Härtefonds NRW finden Sie hier:

http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/BezRegDdorf/hierarchie/aufgaben/Abteilung_1/Dezernat_10/Wiedergutmachung/Richtlinien_des_Haertefonds_NRW5835.php

In allen Fragen zum Härtefonds für NS-Opfer in NRW und bei Anträgen berät und unterstützt Sie der Landesverband gerne.