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LANDESVERBAND DEUTSCHER SINTI UND ROMA NRW

Text Box:  

 

Pressemitteilungen 2011
 

25. Juli 2011, Brandanschlag in Leverkusen 

25. Juli 2011
Pressemitteilung
 

Schockiert über den Brandanschlag in Leverkusen –
Landesverband fordert wirksamen Minderheitenschutz
Von:
Verband Deutscher Sinti und Roma LV-NRW [sintiundroma.nrw@online.de]
Gesendet: Montag, 25. Juli 2011 15:38
Betreff: Brandanschlag in Leverkusen  

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW ist schockiert über den Brandanschlag, der in der Nacht von Sonntag auf Montag auf ein Mehrfamilienhaus verübt wurde, das von Roma bewohnt wird. Der oder die Täter haben den Tod von Menschen in Kauf genommen. Der Landesverband dankt Oberbürgermeister Buchhorn für seine deutlichen Worte der Verurteilung der Tat und der Anteilnahme für die betroffenen Familien. 

Wir sind besorgt, dass die verbreitete neonazistische Hetze gegen Sinti und Roma im Internet und auch gezielte Aktionen von rechtsextremen Organisationen die Schwelle zum gewalttätigen Antiziganismus weiter senken. Bereits im vergangenen Jahr polemisierte die „Bürgerbewegung pro NRW“ in Leverkusen gegen „Angehörige einer mobilen ethnischen Minderheit“ und organisierte eine Unterschriftenaktion, die sich eindeutig gegen Roma-Angehörige in der Stadt richtete. 

Der Landesverband erwartet eine umfassende Aufklärung der Tat in der Nacht zu Montag und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Darüber hinaus muss die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Minderheitenschutz nun auch in Nordrhein-Westfalen mit Nachdruck betrieben werden. 

Michael Schäfer
Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW

40211 Düsseldorf, Kölner Str. 21
Telefon: (0211) 16 17 21 oder 171 22 36
Telefax: (0211) 164 94 00
Internet: www.sintiundroma-nrw.de
E-Mail: info@sintiundroma-nrw.de

 

Zentralrat entsetzt über Brandanschlag auf Sinti und Roma in Leverkusen
Mit Entsetzen reagierte der Zentralrat deutscher Sinti und Roma auf die Nachrichten über den Brandanschlag auf ein von Roma-Familien bewohntes Haus in Leverkusen in der Nacht zum Montag. „Die Taten müssen umfassend aufgeklärt und Täter sowie eventuelle Hintermänner müssen schnellstens gefunden werden“, forderte Rose heute in Heidelberg. ...
 

http://zentralrat.sintiundroma.de/content/downloads/presseschau/217.pdf

 

 

14. März 2011, City-News Köln, Interview mit Roman Franz

Roman Franz leitet Beratung des Landesverbandes der Sinti und Roma

Köln. Helmut Schmidt, Rita Süssmuth, Richard von Weizsäcker - lang ist die Liste der Prominenz auf den Fotos, die die Wände der Sozialen Beratungsstelle des Landesverbandes der Deutschen Sinti und Roma in Düsseldorf zieren. Immer mit im Bild: ein älterer Herr mit Schnurrbart. "Das ist mein Vater", sagt Roman Franz und erzählt, dass der Ministerpräsident und spätere Bundespräsident Johannes Rau ein Freund der Familie war. 

Zum Interview:
http://www.citynews-koeln.de/roman-franz-sinti-leute-familie-landesverbandes-_id2709.html

  

Pressemitteilungen 2010

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Nordrhein-Westfalen lädt herzlich ein zum Gastspiel des Werkraumtheaters Walldorf mit

 „Amra – ein Mädchen aus Bosnien“
 am Mittwoch, dem 3. November 2010, um 18.00 Uhr in der Versöhnungskirche
(Diakonie in Düsseldorf), Platz der Diakonie 1, 40233 Düsseldorf-Flingern.
 Darstellerinnen: Janine Schröder und Annika Bittner.
Idee, Dramaturgie und Inszenierung: Jasmin Rahimi-Laridjani,
Werkraumtheater Walldorf.

Der Eintritt ist frei - empfohlen ab 14 Jahren.

 Anmeldung erbeten über: Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW,

E-Mail: info@sintiundroma-nrw.de oder telefonisch: (0211) 16 17 21

 Eine Veranstaltung des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma NRW
in Kooperation mit dem Werkraumtheater Walldorf,

mit der Diakonie in Düsseldorf und mit dem Düsseldorfer Appell/“Respekt und Mut“.  

Zum Inhalt des Theaterstückes:

Dzejla und Sinsia ist die Flucht aus Bosnien gelungen. Die beiden jungen Frauen erzählen die Geschichte ihrer 14jährigen Nichte Amra. Amra muss mit ansehen, wie ihr Vater und ihre ältere Schwester ermordet werden, während man ihre Mutter verschleppt. Dzejla und Sinsia beschließen, Amra in Sicherheit zu bringen. Doch ein gemeinsamer Fluchtversuch misslingt: Amra und ihre Tante Fazila werden gefangen genommen und unter unmenschlichen Bedingungen eingekerkert. Dank der Intervention des Roten Kreuzes gelangen sie auf getrennten Wegen nach Deutschland.

Dzejla und Sinisa, die sich in Deutschland ein neues Leben aufbauen wollen, finden bei ihrer Ankunft Amra nicht mehr vor. Sie ist allein nach Bosnien zurückgegangen, um dort nach ihrer verschollenen Mutter zu suchen. Angesichts der  Zeitungsmeldungen muss man feststellen, dass sie vielleicht dadurch einer Zwangsabschiebung zuvorgekommen ist.

 Tournee in Düsseldorf vom 2.-5. November 2010

Im November 2009 gastierte das junge Theater erstmals in Düsseldorf und hinterließ mit seinem Schauspiel „Elses Geschichte – ein Mädchen überlebt Auschwitz“ (nach dem Kinder- und Jugendbuch von Michail Krausnick und Lukas Rügenberg) einen nachhaltigen Eindruck.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat nun auf Anregung der Ersten Bürgermeisterin, Frau Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, den Besuch des Werkraumtheaters Walldorf für eine ganze Woche ermöglicht, um vom 2.-5. November 2010 an einigen Düsseldorfer Schulen „Elses Geschichte“ aufzuführen.

Beteiligt sind die Heinrich-Heine-Gesamtschule, das Lessing-Gymnasium, die Hauptschule Graf-Recke-Straße, die Realschule Benrath und das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Das Theater wird dabei von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf unterstützt und begleitet.

Im Rahmen dieses Besuchs gibt das Theater am 3.11.2010 das Sondergastspiel „Amra – ein Mädchen aus Bosnien“.

Das Werkraumtheater Walldorf

Das Werkraumtheater Walldorf wurde im Jahr 2000 gegründet. Seit 2007 hat es eine feste Bühne in Walldorf bei Heidelberg. Das Repertoire dieses Theaters ist besonders vielseitig. Neben der Umsetzung von Kinder- und Märchenliteratur oder biblischen Geschichten bringt es auch geschichtliche und gesellschaftspolitisch aktuelle Themen auf die Bühne. Die Ausstattung der Stücke wird in eigenen Werkstätten hergestellt.

Weitere Informationen über das Theater: www.werkraumtheater-walldorf.de

 Im Auftrag
Michael Schäfer

 Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW
40211 Düsseldorf, Kölner Str. 21
Telefon: (0211) 16 17 21
Telefax: (0211) 164 94 00

Internet: www.sintiundroma-nrw.de
E-Mail: info@sintiundroma-nrw.de

  

Pressemitteilungen 2009

zum Gastspiel des Werkraumtheaters Walldorf
am Samstag, den 21. November 2009 um 15:00 Uhr
im Goethe-Hafez-Saal in Düsseldorf-Bilk, Brunnenstrasse 21

                    E l s e s G e s c h i c h t e

 

Pressemitteilungen 2008

                                    

 

Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland:

 

Begegnung ermöglichen – kulturelle Vielfalt erleben –

mit Phantasie demokratisch sein

 

Unter diesem Motto lädt der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW ein zu einer musikalischen Zeitreise von bemerkenswerter Vielfalt und grenzenlosem Einfallsreichtum

mit Romeo Franz – Hot, Swing & More sowie dem Trio Rosenberg

am Donnerstag, den 28.08.2008, um 18.00 Uhr im ZAKK Düsseldorf,

Fichtenstr. 40, 40233 Düsseldorf. Der Eintritt ist frei.

 

Begegnung ermöglichen

Vor 10 Jahren, 1998, ist in Deutschland das Europäische Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten in Kraft getreten. Dennoch sind die Erfahrungen von Ablehnung für Sinti und Roma immer noch recht massiv. Rechtspopulistische Propaganda und neonazistische Hetze versuchen zudem ständig, das friedliche Miteinander der Bürgerinnen und Bürger zu stören. Deshalb ist es wichtig, immer wieder Begegnungen zwischen Mehrheit und Minderheit zu ermöglichen und Zeichen des Miteinanders zu setzen.

 

Kulturelle Vielfalt erleben

Ein wichtiger Katalysator in der Begegnung mit Sinti und Roma ist die Musik. Denn das Verstehen gelingt dort am leichtesten, und die Basis der Gemeinsamkeiten ist dort am größten. Sie reicht bis in die Klassik zurück und ist fester Bestandteil moderner und gegenwärtiger Musikkultur.

 

Mit Phantasie demokratisch sein

Der Abend im ZAKK soll auch deutlich machen, dass sich zahlreiche Bündnisse in NRW gegen Rassismus und für eine lebendige, vielfältige und demokratische Kultur einsetzen und dass diese Kräfte stärker als die Gegner einer offenen und kulturell vielfältigen Gesellschaft sind.

 

Romeo Franz – Hot, Swing & More

Der Name Romeo Franz steht seit über 25 Jahren für Sinti-Swing von höchster musikalischer Qualität. Der Musikstil des Ensembles kommt dem des „Hot Club de France“ um Stephane Grapelli und Django Reinhardt sehr nahe. Romeo Franz bietet jedoch seinen ganz eigenen, unverkennbaren Stil. Das breit gefächerte Repertoire umfasst Swing, Jazz, Latin, ungarische Folklore und viele eigene, wunderschöne Kompositionen. Neben dem meisterlichen, virtuosen Romeo Franz selbst (Violine) gehört mit „Big Papa Joe“ Joe Bawelino einer der besten Jazzgitarristen Europas zum Ensemble. Jeder der beiden ist für sich schon ein Hörgenuss – gemeinsam sind sie nicht zu übertreffen.

Lieder der Sinti präsentiert außerdem ausdrucksvoll das Trio Rosenberg um die Sängerin Manuela Rosenberg mit ihrer schönen Stimme.

    Donnerstag 28. August 2008  

   Begegnung ermöglichen – kulturelle Vielfalt erleben –

   mit Phantasie demokratisch sein

Zeichen setzen - "Fest des Vertrauens"

Donnerstag, 28.08.2008, 18.00 Uhr (Einlass 17.30)

Mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Kirche im Rheinland

Eintritt frei  - Im  - ZAKK - Düsseldorf, Fichtenstr. 40

Eine musikalische Zeitreise von bemerkenswerter Vielfalt und künstlerisch höchstem Niveau mit Romeo Franz Hot, Swing & More

 

 

08.04.2008
Der Presseservice des Landes Nordrhein-Westfalen berichtet:      

Integrationsbeauftragter gratuliert Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW

Der Integrationsbeauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung, Thomas Kufen, teilt mit:

Am 8. April wird der Internationale Tag der Roma gefeiert. Es ist der Jahrestag des ersten internationalen Kongresses der Roma in London (8. April 1971), bei dem die Romani Union gegründet wurde, die erste weltweite Organisation der Roma, die 1979 von der UNO anerkannt wurde.

„In Nordrhein-Westfalen leben etwa 60.000 Sinti und Roma. Etwa 35.000 von ihnen besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit und haben ihre Heimat schon seit langer Zeit hier in Nordrhein-Westfalen“, so der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Thomas Kufen.

Ansprechpartner für die in Nordrhein-Westfalen lebenden Sinti und Roma ist der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW. Zugleich ist er Dialogpartner für Behörden und Organisationen. Die vom Landesverband unterhaltene Beratungsstelle in Düsseldorf vertritt die Angehörigen der Minderheit in ihren Rechten und ist Vermittlungsstelle zwischen Minderheit, Mehrheit und deren Institutionen und Einrichtungen. Die Beratungsstelle wird seit Jahren durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

„Im Rahmen des Internationalen Tages der Roma gratuliere und danke ich dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen für seine Arbeit. Es ist nicht immer einfach, sich gegen die Diskriminierung und Benachteiligung insbesondere von Sinti und Roma zu engagieren“, so Thomas Kufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom 9. bis zum 12.März 2008 wird der „Zug der Erinnerung“ im Düsseldorfer Hauptbahnhof Station machen. Wir möchten zum Besuch des Zuges mit seiner bemerkenswerten Ausstellung herzlich einladen. 

Die Auftaktveranstaltung findet am Sonntag, den 9. März 2008 um 10. 30 Uhr im Hauptbahnhof Düsseldorf am „Zug der Erinnerung“ (voraussichtlich Gleis 4) statt.

Dass der Zug im Anschluss an seine Stationen im Ruhrgebiet nun auch nach Düsseldorf kommen kann, ist dem spontanen Engagement der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Parteien, der Kirchen, der VHS, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und zahlreicher weiterer Organisationen zu verdanken. Schirmherr ist der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Joachim Erwin.

Durch die finanziellen Beiträge der unterstützenden Organisationen und Einrichtungen konnte der Aufenthalt vom 9.‑12.03.2008 ermöglicht werden. Herzlichen Dank!

 

Empfang im Rathaus Düren am 27.01.2008, 11.00 Uhr

Der Bürgermeister der Stadt Düren, Paul Larue, wird am Sonntag den 27. 1. 2008 eine Delegation überlebender Sinti anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus  empfangen.

Der 27.  Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.

 

 

Gedenkfeier in der Gedenkhalle im Schloss - Oberhausen am 27.Januar 2008 11.00 Uhr

 

Grußwort von Klaus Wehling, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen

 

Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus Oberhausenern Schulen

 

  

 

 Sonntag 27. Januar  2008

   63. Jahrestag - Gedenken an die Auschwitz-Befreiung

   in Oberhausen

 

- Vielfalt tut gut -
Miteinander für Frieden und Toleranz

 

"Am 09. November 2000 hat es in Dormagen schon einmal ein solches ermutigendes Zeichen gegeben.

Anlässlich des 75. Jahrestages der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar möchten wir erneut Stellung beziehen.

Bitte mobilisieren Sie Ihre Mitglieder in den Vereinen
oder Organisationen zu der Veranstaltung am
30. Januar um 18:00 Uhr auf dem Paul-Wierich-Platz (Rathausvorplatz)."

 

Aus dem Aufruf des Bürgermeisters der Stadt Dormagen sowie der beteiligten

Initiativen und Organisationen.

 

Mittwoch 30. Januar  2008

 

 

Pressemitteilungen 2008

Zwei Kinder haben überlebt

Die Mädchen Ehra und Else stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung in Düsseldorf zum nationalen Gedenktag der Sinti und Roma.

Am 16. Dezember 2007 jährt sich der Tag des „Auschwitz-Erlasses“ Heinrich Himmlers zur Deportation der Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zum 65. Mal.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Nordrhein-Westfalen richten aus diesem Anlass ein stilles Gedenken am Sonntag, den 16.12.2007 um 11.30 Uhr am Mahnmal „Ehra", Rheinort Düsseldorf (Altstadt) aus. Worte des Gedenkens sprechen Bürgermeister Heinz Winterwerber und der 1. Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Roman Franz.

Im Anschluss daran, um 12.15 Uhr, gestalten Schülerinnen des Walter-Eucken-Berufskollegs in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, eine Lesung aus dem in diesem Jahr erschienenen Kinderbuch von Michail Krausnick und Lukas Ruegenberg „Elses Geschichte. Ein Mädchen überlebt Auschwitz“.

Die Landeshauptstadt und der Landesverband laden herzlich zur Teilnahme ein.

Zum Anlass

Am 16.12.1942 befahl Heinrich Himmler die Deportation sämtlicher noch im Reichsgebiet lebenden Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Mit diesem sog. „Auschwitz-Erlass“ leitete er die Endphase des systematischen, rassistischen Völkermords an den Sinti und Roma ein. Auf Grund dieses Erlasses wurden ab März 1943 Tausende Menschen nach Auschwitz-Birkenau in den von Himmler zynisch „Familienlager“ benannten Abschnitt B IIe deportiert. Viele gingen schon nach wenigen Wochen an den schlimmen Lebensbedingungen zu Grunde oder starben unter den Gewalthandlungen der Bewacher.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die letzten 2.900 Sinti und Roma aus diesem Lagerabschnitt im Gas erstickt. Alleine in Auschwitz kamen über 20.000 Sinti und Roma ums Leben.

 

Der Gedenktag

Seit 1994 wird der 16. Dezember in Deutschland als nationaler Gedenktag der Sinti

und Roma begangen. Auch die Stadt Düsseldorf hat sich  dieser Tradition angeschlossen und gedenkt besonders der Sinti, die im Internierungslager am Höherweg waren und die von dort aus deportiert wurden oder die in dem Düsseldorfer Lager ums Leben kamen.

 

Ehra

Ein Nachguss der Bronzeplastik „Kind mit Ball“ von Otto Pankok erinnert seit 1997 am Anfang der Rheinuferpromenade (Rheinort) an die Düsseldorfer Sinti, die in dieser Stadt unter der rassistischen Verfolgung gelitten haben und die dem Völkermord zum Opfer fielen.

Das Mädchen, nach dem der Künstler die Plastik geschaffen hatte, war Ehra, ein Düsseldorfer Sinti-Mädchen, das zunächst am Höherweg eingepfercht war und 1940 deportiert wurde. Fünf Jahre musste sie in den Ghettos und Lagern des besetzen Polen dahinvegetieren – und überlebte als eines der wenigen Düsseldorfer Sinti-Kinder, die dieses Schicksal teilten.

 

Else

1943 wird Else B. ihrer Pflegefamilie entrissen und nach Auschwitz verschleppt. Sie entgeht der großen Mordaktion (der so genannten „Liquidierung des Zigeunerlagers“ Anfang August 1944) und wird nach Ravensbrück verbracht, wo sie zum zweiten Mal die Hölle durchleben muss. Ihr Pflegevater unternimmt alles ihm Mögliche, um sie aus den Fängen der Nazis zu holen.

Die Geschichte von Else B. erzählt unverstellt und behutsam der bekannte Kinderbuchautor, CIVIS-Preisträger und Träger des Deutschen Jugendliteraturpreises Michail Krausnik in seinem neuen Buch „Elses Geschichte. Ein Mädchen überlebt Auschwitz“. Auch der Buchillustrator, der Benediktinier-Bruder und Maler aus Maria Laach, Lukas Ruegenberg, ist in Düsseldorf kein Unbekannter: Er hatte das Buch „Jakob der Lügner“ illustriert.

Einfühlsam und engagiert werden Schülerinnen der 13. Stufe des Walter-Eucken-Berufskollegs Ausschnitte aus der Biografie von Else B. in der Mahn- und Gedenkstätte vorstellen.

Gedenkveranstaltung am 16. Dezember 2007

Die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Landesverband

Deutscher Sinti und Roma Nordrhein- Westfalen laden Sie und Ihre Angehörigen herzlich ein zur gemeinsamen Gedenkveranstaltung am

Sonntag, den 16.12.2007 um 11.30 Uhr

am Mahnmal „Ehra“, Rheinort Düsseldorf (Altstadt) und in der

Mahn– und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29 (Altstadt)

zum Jahrestag des so genannten „Auschwitz-Erlasses“ vom 16. Dezember 1942 in

Erinnerung an die Sinti und Roma, die Opfer des Holocaust wurden.

Am 16. Dezember 1942 verfügte Heinrich Himmler als Reichsführer SS die Deportation aller im Deutschen Reich lebenden »Zigeuner« in das Vernichtungslager Auschwitz.

Der systematische Mord an den Deportierten gehörte zum Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten. Kinder wie alte Menschen, Männer und Frauen wurden zur Sklavenarbeit getrieben oder sofort ermordet. Die Sinti und Roma sollten, als „Fremdrasse“ denunziert, für immer von dieser Erde verschwinden.

 

Programm am Sonntag, den 16.12.2007

 

Kranzniederlegung und stilles Gedenken an der Bronzeskulptur „Ehra“

                       Rheinort/Altstadt Düsseldorf

                       Worte des Gedenkens

                       Roman Franz,

                       1. Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma NRW

                       Ansprache

                       Heinz Winterwerber, Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf
 

Lesung in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

                       Mühlenstr. 29/Altstadt Düsseldorf

                       Begrüßung

                       Angela Genger, Leiterin

                      Schülerinnen und Schüler des Walter-Eucken-Berufskollegs

                       lesen aus dem Kinderbuch

                      „Elses Geschichte. Ein Mädchen überlebt Auschwitz“

                       von Michail Krausnick und Lukas Ruegenberg

 

 

Volles Haus:

 

Über 350 Gäste des Landesverbands erlebten ein begeisterndes Fest

Beim Kultur- und Begegnungsfest am Sonntag, den 4. November 2007 im ZAKK Düsseldorf begeisterten Dotschy Reinhardt und Romeo Franz über 350 Gäste, die der Einladung des  Landesverbands Deutscher Sinti und Roma NRW zu seinem 25-jährigen Jubiläum gefolgt waren.

Der 1. Vorsitzende des Landesverbands, Roman Franz, begrüßte zahlreiche Ehrengäste des Landes, der Stadt Düsseldorf und vieler Kooperationspartner. Zahlreiche Sinti und Roma aus ganz Nordrhein-Westfalen machten die Veranstaltung zu einem wirklichen Begegnungsfest.

Grußworte von Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich (MGFFI), Bürgermeister       Heinz Winterwerber (Landeshauptstadt Düsseldorf), Landeskirchenrat Jörn-Erik Gutheil (Evangelische Kirche im Rheinland) und Jacques Delfeld (stellvertretender Vorsitzender des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma) unterstrichen den festlichen Rahmen und würdigten die integrative und kooperative Arbeit des Landesverbands.

Darauf, dass es auch weiterhin nötig sei, junge Menschen auf den kulturellen Reichtum unserer Gesellschaft neugierig zu machen, wies Roman Franz hin. Eine besondere Würdigung wurde noch einmal dem Gründer des Landesverbands, Hugo Franz (1913 -2001), zuteil.

Davon, dass sie zu Recht als „Rising Star“ der deutschen Jazz-Szene gilt, überzeugte dann Dotschy Reinhardt mit ihrer Band (Ulli Bartel Violine, E-Mandoline, Alexej Wagner und Lancy Falta, Gitarre, Scott White, Bass) einmal mehr. Dotschy Reinhardt ist musikalische „Weltbürgerin“: Sie singt in Romanes, in Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Ob Swing im Stil des Hot Club de France, ob Bossa- oder   Latino-Rhythmen – ihre zum großen Teil selbst geschriebenen Songs bezauberten ein begeistertes Publikum mit schöner Stimme und der vor musikalischem Einfallsreichtum sprühenden Band.

Mitreißenden Swing á la Django Reinhardt und herrliche Balladen, mit unendlich viel Charme, Witz und Gefühl dargeboten, präsentierte das zweite Ausnahmeensemble des Abends um Romeo Franz - mit Joe Bawelino, Sologitarre, Unge Schmidt, Rhythmusgitarre, Ricky Adler, Akkordeon, Mr. Albecht, Bass. Jeder von ihnen darf selbst schon eine Legende auf seinem Instrument genannt werden. Atemberaubende Improvisationen rissen das Publikum immer wieder zu Beifallsstürmen hin.

 

„Ein unvergesslicher Abend“, sagten und schrieben sehr viele Besucher.

      Aufnahmen der Jubiläums-Veranstaltung im ZAKK Düsseldorf am 04.11.2007 

 

Fotos: LV NRW

            AB 22. November 2011