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Rückblick 2008

 

      Kranzniederlegung und Gedenkens am Mahnmal "EHRA" in Düsseldorf, den 16.12.2008

 

 

   Bild links:

 Unsere Düsseldorfer Bürgermeisterin

 Dr. Marie-Agnes  Strack-Zimmermann (FDP)     eröffnet die Ausstellung "Am Sondert".

 

        
  

 

 

Infostand am 1. Mai 2008 mit "Respekt und Mut" in, Düsseldorf Hofgarten

 

 

 

 

02. April 2008

Unterrichtsprojekt zu Sinti und Roma in der Lessing-Schule     Bochum.

Antwort eines Schülers auf die Frage:

 

"Wie würdest Du reagieren, wenn jemand zu Dir sagen würde:

 'Du Zigeuner' ? " – 

 

"Dann wäre es mir egal, weil ich kein Sinti bin.
  Als Sinti würde ich mich darüber sehr ärgern."

 

 

 

 

 

              Haupteingang der Bochumer Lessing-Schule

 

 
  

"Zug der Erinnerung" vom 09. bis 12. März 2008 in Düsseldorf

 

 

 

 

                     

 

 

Stolberg  02. März 2008 - Erinnerung an den 02. März 1943 -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bochum 16. Februar 2008

 

Vortrag von Lutz Berger, VVN-BdA Bochum:

 

„Verachtet, vertrieben, verfolgt“ – Die Verfolgung der Sinti und Roma in Bochum und Wattenscheid

Vortrag von Christof Reinders, amnesty international Bochum:

„Noch immer ungleich, noch immer getrennte“ – Der Ausschluss von Roma-Kindern in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens von der Schulbildung.

 

Erschreckend viele Kinder und Jugendliche, nämlich 117 Personen unter 18 Jahren, wurden aus Bochum und Wattenscheid am 10. März 1943, zusammen mit ihren Familien, nach Auschwitz deportiert. Von diesen jungen Menschen kehrte keiner zurück.

 

In einem faktenreichen Vortrag zeigte Lutz Berger die Radikalität und Unausweichlichkeit der bürokratisch-akribisch organisierten Ausgrenzung, der Internierung in Bochumer und Wattenscheider Sammellagern, der rassistischen „Begutachtung“ und schließlich der Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau auf. Indem er namentlich die Familien und ihre Schicksale in Erinnerung rief, wurde sein Vortrag sehr konkret und setzte sehr persönliche Zeichen.

 

An das Schicksal dieser Kinder und ihrer Familien muss genauso erinnert werden, wie an das Schicksal der 31 jüdischen Kinder aus Bochum und Wattenscheid. Sie wurden in der gleichen Radikalität wie die jüdischen Mitbürger dieser Kernstädte des Ruhrgebiets Opfer des rassistisch motivierten Völkermords durch die Nationalsozialisten.

 

Christof Reinders zeigte anschließend in seinem Vortrag die aktuelle Situation von Roma-Kindern in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien auf.

Apartheid-ähnliche Verhältnisse bestimmen das Leben der Minderheit in Slowenien, in Kroatien, in Mazedonien, in Bosnien-Herzegowina und ganz extrem in Serbien bzw. im Kosovo.

 

Bis heute ist die Menschenrechtssituation in den Ländern – trotz EU-Beitritten bzw. EU-Anwartschaft (Serbien) – katastrophal. Die meisten Angehörigen der Roma leben dort gettoisiert, unter ärmsten Bedingungen und hoher Arbeitslosigkeit. Die Kinder sind vom Bildungswesen und Gesundheitswesen nahezu ausgeschlossen.

 

 

13. bis 15. Februar 2008

UNESCO  - SCHULE:    Städtische Gesamtschule
Sekundarstufen I und II 
Moerser Str. 167,   47475 Kamp-Lintfort
Vielen Dank!

 

 
 

Eindrucksvoll gegen Intoleranz,

Gewalt und Hetzkampagnen von Rechts:

Über 700 Menschen, darunter viele Jugendliche und Kinder, beteiligten sich am 30. Januar 2008, dem 75. Jahrestag der Machtübertragung an die Nationalsozialisten, an der eindrucksvollen Kundgebung für kulturelle Vielfalt und friedliches Miteinander auf dem Dormagener Rathausvorplatz, zu der Bürgermeister Heinz Hilgers sowie die Pfarrer Frank Picht (evangelisch) und Peter Stelten (katholisch) aufgerufen hatten.

Mehr als 40 unterstützende Organisationen, Vereine, Schulen und Institutionen beteiligten sich an der Kundgebung. Im Netzwerk „Orte der Vielfalt“ werden sie sich auch künftig gegen rechtsextreme Agitation und für Toleranz, Verständigung und Vielfalt einsetzen.

Aus dem Statement des 1. Vorsitzenden des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Roman Franz, bei der Kundgebung am 30.01.2008 in Dormagen:

Unsere Minderheiten, die deutschen Sinti und Roma, haben über Jahrhunderte im deutschsprachigen Raum oft und nachhaltig Ausgrenzung und Verfolgung erfahren. Unmenschlichkeit und Rassismus führten in den Völkermord durch die Nationalsozialisten.

Rassismus ist jedoch leider kein Thema von „gestern“, er ist aktuell und gefährlich. Deshalb müssen wir wachsam sein. Niemals mehr dürfen Hass und Verachtung unser Handeln bestimmen. Es darf keinen Raum und kein Verständnis für Rassismus und Gewalt geben.

Hinschauen, Hinhören, Verstehen und Gemeinsamkeiten entdecken: Alle Bürger haben eine Mitverantwortung dafür, dass unsere Gesellschaft sich demokratisch und ohne Ausgrenzung von Minderheiten weiterentwickelt.

 

 
 
 
 
 

Eine Atmosphäre von Würde, Offenheit und Herzlichkeit im Dürener Rathaus am Sonntag, dem 27.01.2008,  anlässlich des nationalen Gedenktags für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Am Jahrestag der Befeiung des Vernichtungslagers Auschwitz empfing Bürgermeister Paul Larue den 1. Vorsitzenden Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Nordrhein-Westfalen, Roman Franz, mit einer Delegation Überlebender des NS-Völkermords und ihrer Familien, die seit der Befreiung vom Nationalsozialismus Bürgerinnen und Bürger der Stadt Düren sind.

Dass das Geschehene nie vergessen werden darf und bleibende Mahnung ist, Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit nicht zu dulden, betonten Bürgermeister Paul Larue und der Landesverbandsvorsitzende Roman Franz in ihren Ansprachen.

Mitglieder des Rates und des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt bekundeten ihr Eintreten für die kulturelle Vielfalt und dafür, dass die Stadt Düren eine offene Stadt bleibt.

Eine besondere Ehrung erwiesen der Bürgermeister und die Stadt Düren den Delegationsmitgliedern durch die Eintragung in das Goldene Buch.

 

Bürgermeister

Paul Larue

 

 

 

 

 

 

 
  
  
  
  
  
 

AB 14. Januar 2010