Rückblick 2010

August bis Dezember 2010

„Respekt und Mut“

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW hat zum fünften Mal in Folge das gemeinsame Programm von „Respekt und Mut“ mit getragen. Über 40 Institutionen, Organisationen und Initiativen beteiligen sich inzwischen an dem Programm.

Düsseldorf hat im Jahr 2009 die Auszeichnung „Ort der Vielfalt“ bekommen, wobei die Arbeit von „Respekt und Mut“ besonders hervorgehoben wurde.

 

September 2010  

Erzähl- und Begegnungscafé für NS-Verfolgte in Düsseldorf 

Nach dem Kölner Vorbild ist auch in Düsseldorf ein Erzähl- und Begegnungscafé für NS-Verfolgte eingerichtet worden. Im Vordergrund steht dabei, den Überlebenden einen geschützten Raum der Begegnung, des Austauschs, der Hilfe und Beratung zu geben. Ein Unterstützerkreis um den Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte Köln und die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf trägt und gestaltet das Projekt.

Informationen zur Idee und zur Praxis: http://ns-beratung.de/projekte.htm 

 

Oktober 2010

Kalender der Kulturen

Erstmals enthält ein offizieller Kalender auch Feiertage und Gedenktage der Sinti  und Roma. Auf dem zweiseitigen Poster werden in schülergerechter Weise wichtige Feiertage des Christentums, des Judentums und des Islams sowie nichtreligiöse Gedenktage erklärt.

Ansicht und Bestellmöglichkeit des Kalenders unter http://www.kalenderderkulturen.de 

 

Vom 2.-5. November 2010

war das Werkraumtheater Walldorf mit herausragenden Theateraufführungen in Düsseldorfer Schulen und bei „Respekt und Mut“ zu Gast.

Auf Initiative von Frau Bürgermeisterin Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann gastierte das Kinder- und Jugendtheater Walldorf vom 2.-5.11.2010 an Düsseldorfer Schulen mit „Elses Geschichte“. Das Theater ließ in seiner dichten und bewegenden Darstellung insgesamt mehr als 700 Schülerinnen und Schüler teilhaben an der Geschichte des Sinti-Mädchens, das Auschwitz überlebte. Die Tournee wurde vorbereitet und begleitet von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW.

Mit der Aufführung von „Amra – ein Mädchen aus Bosnien“ am 3. November 2010 in der Versöhnungskirche der Diakonie in Düsseldorf bereitete das Werkraumtheater einen zusätzlichen, beeindruckenden und großen Theaterabend. – Ein Projekt für Toleranz und Demokratie und ein Beitrag zu „Respekt und Mut 2010“.

Ausführlicher Rückblick:

http://www.sintiundroma-nrw.de/_NAVIGATION/aktuell=veranstaltungzwei.htm/amra_03122010.htm 

 

14.12.2010: Wiedereröffnung der Gedenkhalle im Schloss Oberhausen mit neuer Ausstellung

Mit einem Festakt wurde am 14.Dezember 2010 die architektonisch und pädagogisch neu konzipierte Dauerausstellung zur Geschichte Oberhausens unter dem Nationalsozialismus in der umgestalteten Gedenkhalle im Schloss Oberhausen eröffnet.

Zahlreiche in die Ausstellung integrierte Medien bieten vor allem der jungen Generation ansprechende Zugänge, sich mit der Geschichte auseinander zu setzen. Ein Schwerpunkt ist das Thema Zwangsarbeit im Ruhrgebiet. Auch die rassistische Ausgrenzung und Vernichtung und die Verfolgung der politischen Gegner werden eingehend thematisiert.


 

Jahrestag des Auschwitz-Erlasses – Gedenktag der Sinti und Roma

16.12.2010 – Gedenktag der Sinti und Roma

"Das Leid lebt noch..."

Gedenken an die ermordeten Sinti und Roma aus Gelsenkirchen mit einem Schweigegang zur damaligen Reginenstraße (dem Ort des Gelsenkirchener Internierungslagers im Nationalsozialismus) und anschließender Kranzniederlegung zum Gedenken der im Nationalsozialismus aus rassistischen Gründen ermordeten Sinti und Roma.

 

16.12.2010: Verleihung des Europäischen Bürgerrechtspreises der Sinti und Roma 2010 an Simone Veil

Die französische Politikerin und ehemalige Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil, war im Jahr 2010 die Preisträgerin des vom Zentralrat und vom Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit der Manfred Lautenschläger Stiftung ins Leben gerufenen Bürgerrechtspreises. Simone Veil war eine der ersten politischen Persönlichkeiten,  die sich für die Anerkennung des nationalsozialistischen Völkermordes an Sinti und Roma und gegen das „Vergessen“ der Opfer einsetzte.

Sonderpreise bekamen bei der Verleihung am 16. Dezember 2010 im Auswärtigen Amt Berlin die ungarische Menschenrechtlerin Àgnes Daróczi aus Ungarn sowie Menschenrechtler aus Ostrava in der Tschechischen Republik, die sie sich öffentlich gegen Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen zur Wehr setzen.

Ausführliche Informationen und Rückblick: http://www.buergerrechtspreis.de/

  

 

 AB 22. November 2011