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           Sinti und Roma in     

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen sind eine traditionell hier beheimatete Minderheit. Zahlreiche Quellen belegen die Heimatbezogenheit dieser Menschen zum Rheinland, zum Münsterland, zu Westfalen und zu anderen Landesteilen, die Jahrhunderte, noch weit vor die Reichsgründung im 19. Jahrhundert, zurückgeht. In Westfalen werden Sinti beispielsweise schon Anfang des 15. Jh. erstmals erwähnt.

Nach unseren Schätzungen leben etwa 35.000 deutsche Sinti und Roma in Nordrhein –Westfalen. Sie leben heute von ihren Mitbürgern kaum verschieden. Fester Wohnsitz ist eine Selbstverständlichkeit und viele arbeiten als Arbeiter, Angestellte oder Selbständige in ganz gewöhnlichen Berufen. Ein Anteil ist künstlerisch tätig.

 

Eine Vielfalt eigener Traditionen und Überlieferungen, vor allem aber das deutsche Romanes, das in den meisten Familien neben Deutsch als zweite Muttersprache gesprochen wird, blieben bis heute bewahrt.

 

 
 
 

        Otto Pankok mit  Sinti im Höherweg,Düsseldorf 

                     Archiv Otto Pankok OP 4276/3 u.4276/5           

                          Düsseldorf nach 1945

 

Am 11. Mai 1995 unterzeichnete die Bundesrepublik Deutschland das „Rahmenübereinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten“, mit dem die Bundesregierung in Übereinstimmung mit allen 16 Bundesländer neben der dänischen, friesischen und sorbischen Minderheit auch die 70.000 deutschen Sinti und Roma als alteingesessene, nationale Minderheit anerkannt hat. 1997 ratifizierte der Deutsche Bundestag das Rahmenübereinkommen.

Das deutsche Romanes wird durch die „Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen“ (ratifiziert durch die Bundesregierung 1998) als nationale Minderheitensprache geschützt.

                

  
 

         

 

Ringela als Maria mit Kind

           von Otto Pankok

 

      

 

 

                                HK 27. März 2009