Rückblick 2017

2017
Am 3. März 2017 fanden in Wuppertal und in Solingen Gedenkveranstaltungen mit den Bürgermeistern zum Jahrestag der Deportation von Sinti aus Wuppertal und Solingen statt. Her Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, hielt dabei die Gedenk-Ansprachen. An der Gedenkveranstaltung in Wuppertal beteiligte sich auch Frau Bürgermeisterin Bettina Brücher. Herr Oberbürgermeister Tim Oliver Kurzbach sprach auf der Veranstaltung in Solingen. Die Städte vereinbarten mit dem Landesverband, diese Veranstaltung zukünftig gemeinsam vorzubereiten und durchzuführen.
2017
Am 14. März 2017 war Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, am Musiktheater Gelsenkirchen für ein Gespräch mit der Regisseurin Michaela Dicu über eine Zusammenarbeit und über Konzepte der Theaterarbeit vor Ort, um Themen von Sinti und Roma – und diese als Personen und Darsteller – einzubinden.
2017
Am 8. April 2017 gestaltete der Landesverband die Kultur- und Informationsveranstaltung zum Welt-Roma-Tag in Essen mit. Die Veranstaltung mit Vorträgen, Gesprächen und Kulturbeiträgen fand an der Essener Gesamtschule Bockmühle statt. Die Stadt Essen beteiligte sich an dem Programm über das Kommunale Integrationszentrum (Herrn Günter Blocks), ebenso der Landesverband, der Kosovarische Solidaritäts- und Hilfeverein Essen sowie weitere Roma-Vereinigungen aus anderen Städten NRWs. Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, hielt einen Vortrag über Antiziganismus und stand für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Viele Roma-Familien besuchten die Veranstaltung, so dass zahlreiche Gespräche zur Integration und zur Beteiligung am gesellschaftlichen Leben in Essen geführt werden konnten.
2017
Am 3. Juli 2017 hielt Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, an der Justizakademie des Landes NRW auf dem Fachtag zum Thema „Extremismus/Rassismus“ ein Referat zum Thema Antiziganismus in der Justiz. In seinem Referat stellte Herr Roman Franz an drei Beispielen heraus, dass Sinti und Roma die Justiz bzw. die Gerichte als Institutionen erfahren haben, bei denen sie kein Recht bekommen – weder als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, noch in Zivilstreitigkeiten, noch als schutzwürdige Minderheit. Er zeigte das an drei Beispielen auf: An der Wiedergutmachung nach 1945, am Bochumer Mieturteil von1996 und am verweigerten Schutz gegen rassistische Diskriminierung in den Wahlkämpfen 2013. Die Justiz der Bundesrepublik Deutschland ist dem Rassismus gegenüber Sinti und gegenüber Roma bisher nicht entgegen getreten. Sie hat ihn durch ihre Entscheidungen oft noch bestätigt.
2017
Am 6. Juli 2017 wurde die Ausstellung "Rassendiagnose Zigeuner" eröffnet. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung: Die Ausstellung dokumentiert den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Herr Roman Franz, der Vorsitzenden des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma NRW, Frau Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln und Herr Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, haben die Ausstellung eröffnet.
2017
Am 1. September 2017 nahm Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, an der Auszeichnung von Schülerinnen und Schülern im Düsseldorfer Rathaus teil, die sich an einem Ideenwettbewerb zur Dokumentation und Erinnerung an die Zwangsarbeiter in den KZ-Außenlagern unter dem Nationalsozialismus in Düsseldorf beteiligt hatten. Bei der Gedenkveranstaltung und Präsentation stellten Schülerinnen und Schüler des St. Suitbertus-Gymnasiums, des Geschwister Scholl Gymnasiums, des Goethe- Gymnasiums, des Leibniz-Montessori-Gymnasiums und der Dumont-Lindemann- Hauptschule ihre Arbeiten zu den KZ-Außenlagern in Düsseldorf vor. An mehreren Standorten in Düsseldorf weist das von den Schülerinnen und Schülern entworfene, gestaltete und erstellte Denkmal auf das Schicksal der Zwangsarbeiter hin.
2017
Am 17. September 2017 fand in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ein Empfang zum 20-jährigen Bestehen der Gedenkstätte statt. Von der Gründungsphase an hat der Landesverband die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf im Beirat unterstützt und regelmäßig aktiv mitgestaltet. Bei dem Empfang wurde auch die vorherige, erste und langjährige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Frau Angela Genger, anlässlich ihres 70. Geburtstags geehrt.
2017
Am 24. September 2017 traf Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, mit Frau Jasmina Music, Schauspielerin aus Köln, zusammen, um sie fachlich zu beraten. Anlass war ihre Absicht, einen Audioguide über die deportierten Sinti und Roma aus Düsseldorf vor dem Mahnmal ,, Ehra‘‘ im Rahmen des Fiktivafestivals in Düsseldorf zu erstellen. Die Toninstallation stand dann auf dem Festival am 7. Oktober 2017 unmittelbar am Mahnmal „Ehra“ zur Verfügung
2017
Am 4. Oktober 2017 fand in Dortmund der Landesfachtag „Teilhabe von Sinti und Roma in NRW“ zur Vorbereitung der Konferenz ,,Jeder Tag ist Roma-Tag!“ des Bündnisses für die Solidarität mit den Sinti und Roma Europas statt. Auf dem Fachtag mit Vertretern der Landesregierung, der Städte in NRW, und zahlreichen Organisationen sowie Gästen aus den Niederlanden hielt der Leiter der sozialen Beratungsstelle ein einführendes Referat. Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW und Frau Dimova-Gombar beteiligten sich zudem an der Arbeitsgruppe ,,Roma-Einwanderung positiv gestalten“ und waren selbstverständlich auch Ansprechpartner für alle interessierten Teilnehmenden.
2017
Am 8. Dezember 2017 fand in der Volkshochschule Düsseldorf ein Workshop für Romni statt, den der Verein „Carmen e.V.“ initiiert hatte und der von der Beratungsstelle mit gestaltet wurde. Chancengleichheit und politische Partizipation waren die Themen der Teilnehmerinnen. Herr Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW, eröffnete die Fachtagung mit einem Kurzreferat zur Benachteiligung von Romni in der politischen Arbeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten lebhaft Möglichkeiten, die Teilhabe von Roma-Frauen in der Politik und in der Interessenvertretung zu verbessern.
2017
Am 16. Dezember 2017 fand eine gemeinsame Gedenkveranstaltung unseres Landesverbandes (Roman Franz, 1. Vorsitzender des Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW) mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Mahn- und Gedenkstätte in Kooperation mit dem Netzwerk "Respekt und Mut" als Kranzniederlegung und stilles Gedenken für die Sinti und Roma, die Opfer des NS-Völkermordes wurden, mit Bürgermeisterin Frau Zepuntke am Mahnmal "Ehra" statt. Im Anschluss an die Kranzniederlegung wurde der Films "Eigentlich soll alles so bleiben hier" in der Mahn und Gedenkstätte mit Filmautorin Fr. Dr. Dagmar Hänel vom Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte des Landschaftsverbands Rheinland vorgeführt.