Rückblick 2019

2019
Am 27. Januar 2019 hat der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW zusammen mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, mit der Stadt Düsseldorf und anderen Kooperationspartnern an den Internationale Holocaust-Gedenktag erinnert. Grußworte sprachen der 1. Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Herr Roman Franz, Herr Oberbürgermeister Thomas Geisel und Herr Herbert Rubinstein vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein. Eine Konzert-Lesung mit Gedichten der Literatin Rose Ausländer, vorgetragen von der Schauspielerin Alicia Fassel und dem Musiker Jan Rohlfing, der die Gedichte von Rose Ausländer in einer musikalischen Collage vertont hat, rundete das Programm ab. Die aus Czernovitz stammende Dichterin Rose Ausländer, die 1988 in Düsseldorf verstarb, verarbeitete in ihrer Lyrik die erlittene Verfolgung, Ghetto, Flucht und die Folgen: Verlust der Muttersprache, Staaten- und Heimatlosigkeit. Der 27. Januar ist auch als Tag der Befreiung von Auschwitz bekannt.
2019
Am 08. Mai 2019 fand ein Expert*innengespräch zur Integration in der SPD-Landesgeschäftsstelle Düsseldorf statt. Die NR-SPD arbeitet an ihrer programmatischen Neuaufstellung und hat hierfür die Zukunftsdebatte „Rot Pur!“ gestartet. Sie gliedert sich in die vier Themenfelder Zukunft der Arbeit, Soziale Sicherheit, Aufstiegschancen und Solidarische Gesellschaft. Im Rahmen dieser Debatte will die SPD mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Austausch, unter anderem mit der Sozialen Beratungsstelle des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma NRW, treten.
2019
Am 9. Mai 2019 fand im Oktogon in Essen auf dem Gelände der Zeche Zollverein die Ruhr-Konferenz des Ministeriums der Justiz NRW statt. Mit der Ruhr-Konferenz hat einer der größten ressortübergreifenden Prozesse dieser Landesregierung begonnen. Die Ruhr-Konferenz setzt auf Engagement und Teilhabe von Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Kommunen. In 20 Themenforen der Ressorts wurden Praxisansätze und Ideen sichtbar gemacht, die die Zusammenarbeit stärken. Mit dem Titel ,,Den Rechtsstaat stärken – Integration fördern‘‘ hat Herr Franz, Leiter der sozialen Beratungsstelle und 1. Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma mit seiner Expertise, seiner Erfahrung und seinem Engagement zum Erfolg dieses wichtigen Vorhabens beigetragen.
2019
Am 13. Mai 2019 hat Herr Franz, der Leiter der sozialen Beratungsstelle, einen Vortrag über die Lage der Sinti und Roma in Deutschland bei den Studierenden der Sozialen Arbeit an der Evangelische Hochschule Rheinland-Westfallen-Lippe in Bochum gehalten. Nach dem Vortrag hat Herr Franz eine lebhafte Diskussion mit den Studenten geführt.
2019
,, SCHÜLER HELFEN LEBEN zeigt, dass das Engagement von Kindern und Jugendlichen viel erreichen kann. Wenn viele Einzelne tatkräftig anpacken, um einen Beitrag zur Hilfe zu leisten, dann können sie auch etwas bewirken. Und wenn sie erkennen, dass ihre Hilfe bei Menschen ankommt, dann können sie mit Recht stolz darauf sein“– Angela Merkel, Schirmherrin des Sozialen Tages. Am 11. Juli 2019 fand der Soziale Tag auch am Burggymnasium in Essen statt. Der Soziale Tag setzt ein Zeichen für Demokratie und Toleranz. Der Leiter der Soziale Beratungsstelle und 1. Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Herr Roman Franz, hat dort einen Vortrag gehalten.
2019
Absichtserklärung zum Schutz vor Benachteiligungen: Nordrhein-Westfalen tritt „Koalition gegen Diskriminierung“ bei
Nordrhein-Westfalen intensiviert seine Anstrengungen im Kampf gegen Diskriminierung. Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, Herr Dr. Joachim Stamp, unterzeichnete dazu am 17. September 2019 in Düsseldorf gemeinsam mit dem kommissarischen Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke, die Absichtserklärung „Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft“. „Mit der Unterzeichnung setzen wir in Nordrhein-Westfalen ein deutliches Zeichen: Diskriminierung wird von uns nicht toleriert. Wir stehen für eine vielfältige und offene Gesellschaft. Gemeinsam mit der Koalition werden wir weiter für Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt kämpfen“, sagte Herr Stamp. Zu diesem Anlass war ebenfalls der Landesverband Deutscher Sinti und Roma, in Person vom 1. Vorsitzenden Herr Roman Franz und der Integrationsreferentin Emanuela Dimova-Gombar, geladen.
2019
Ausstellungseröffnung: gádže blicke -Stimmen, Gesichter, Positionen
Die Ausstellung eröffnete am 26.10.2019. Sie ist zu den Öffnungszeiten des jugendKULTURcafé franzmann zu sehen: Mittwoch bis Freitag 17-20 Uhr.
Die audiovisuelle Ausstellung arbeitet mit Soundcollagen und Portraits, die im Dialog mit Roma/Romnja und Sinti/Sintezza aus dem Rheinland entstanden sind. Sie ist Teil der einjährigen künstlerisch-wissenschaftlichen Beschäftigung des Kunstkollektivs ferdxferd mit Lebenswelten von Roma/Romnja und Sinti/Sintezza im Raum Düsseldorf. Dazu zählte auch die kritische Auseinandersetzung mit Antiziganismus – die radikale Konfrontation mit unseren eigenen Vorurteilen und Bildern, mit unseren Privilegien und Sprechpositionen als gádže*. *gádže [auch: gadje, gargio, garjo, gadsche, gor oder das] ist ein Begriff aus dem Romanes und bedeutet Nicht-Roma. Mit dem Projekttitel gádže blicke wird der Versuch gemacht die Perspektive der Sinti und Roma zu markieren: Sie sind Teil einer weißen Mehrheitsgesellschaft, die sie seit Jahrhunderten systematisch ausschließt. Herr Franz, 1. Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, leistete dazu einen Audiobeitrag, in dem er seinen Blinkwinkel darstellt.
2019
Am 04. November 2019 fand im Düsseldorfer Rathaus die Ausstellungseröffnung des ungarischen Roma-Künstlers FERENC KUNHEGYESI statt. Die Ausstellung wurde von Herrn Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnet. Es folgte ein Grußwort des Geschäftsträgers a. i. des Generalkonsulats von Ungarn in Düsseldorf, Herr András Orgoványi sowie vom Leiter der sozialen Beratungsstelle und 1. Vorsitzenden des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma, Herr Roman Franz, und von Herr János Horváth, Gemeinderatsmitglied von Kiskőrös/Ungarn.
2019
Am 16. Dezember 2019 erinnerte der Landesverband Deutscher Sinti und Roma NRW gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf am Mahnmal „Ehra“ am alten Hafen/Rheinort in der Düsseldorfer Altstadt an die Sinti und Roma Europas, die Opfer des nationalsozialistischen Völkermords wurden. Der 1. Vorsitzende des Landesverbands, Herr Roman Franz, die Konsulin von Ungarn, Frau Erika Horváth, und Herr Bürgermeister Wolfgang Scheffler gedachten mit einer Kranzniederlegung der Sinti und Roma, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Nach der Kranzniederlegung fand in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, eine Gedenkfeier statt. Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Düsseldorf haben das Gedenken mit einer Lesung aus den Erinnerungen der Düsseldorfer Sinti, die im Lager Höherweg interniert waren, gestaltet. Die ungarische Konsulin und der 1. Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma richteten Grußworte an die teilnehmenden Gäste.